Fabienne Voegtli hat mit 16 Jahren ihr Brevet absolviert und sich seitdem konsequent im Springsport weiterentwickelt. Mit ihren Pferden hat sie sich von 90cm bis zur Springlizenz und internationalen Starts hochgearbeitet. Wir haben Fabienne fünf Fragen gestellt.
1. Karriereanfänge & Motivation
Wie bist du zum Springreiten gekommen und was motiviert dich, in diesem anspruchsvollen Sport weiterzuwachsen?
Ich durfte mit 16 Jahren mein Brevet im RSZ Galms absolvieren. Der damalige Besitzer, Hansueli Sprunger, war dazumal noch aktiv im Springsport tätig. Als Kind hat es mich immer fasziniert, wie man die Sprünge so genau taxieren kann, dass das Pferd weiss, wo es abspringen soll. Zudem war es immer schön anzusehen, wenn ein Reiterpaar so harmonierte, dass man die Hilfen kaum sehen konnte. Nach dem bestandenen Brevet stand mein Entschluss fest, dass jetzt der richtige Zeitpunkt wäre, Springstunden zu besuchen. Dies war gar nicht so einfach, da meine Mutter weder von der Idee angetan war, dass ich reiten lernen wollte, noch dass ich jetzt auch noch Hindernisse überwinden möchte. Meine Mutter war immer mit von der Partie und sass jede Reitstunde auf der Tribüne. Irgendwann kam der Wunsch nach einem eigenen Pferd auf — meine Mutter war dagegen. Mein Vater hingegen war von da an mit im Boot. Barnaby war von da an mein Begleiter in jeder Situation. Wir haben zusammen alle Höhen und Tiefen durchlebt und uns von 90cm bis zur Springlizenz und Klassierungen im RIII hochgearbeitet.
2. Training & Strategie
Könntest du uns einen Einblick in dein Trainingsprogramm geben und wie du dich und dein Pferd auf Turniere vorbereitest?
Mein Training passe ich auf meine zwei Pferde individuell an. Ein Tag in der Woche haben meine Pferde «Reiter-frei» — das heisst, ich longiere meine Pferde an diesem Tag. Zwei bis drei Tage in der Woche gehe ich ins Gelände und gestalte hier je nach Lust und Laune das Programm mit Bergtrab, Klettern oder einfach einem gemütlichen Ausritt. Die Arbeit der Pferde auf dem Sandplatz gestalte ich je nachdem, was ich gerade als nötig empfinde. Meine Pferde geniessen zudem täglichen Paddockgang und Weide.
3. Höhepunkte & Erfahrungen
Was war bis jetzt dein unvergesslichster Moment als Springreiterin und welche Lektionen hast du daraus gezogen?
Ich habe in meiner Springreiterkarriere bereits ein paar Höhepunkte erleben dürfen. Ich hatte bis jetzt immer sehr tolle Pferde, die mich in jedem Abschnitt meiner Hobby-Passion weitergebracht haben. Höhepunkt mit meinem ersten Pferd war die Lizenz. Höhepunkt mit meinem zweiten Pferd war die Teilnahme am CSI Basel. Höhepunkt mit meinem dritten Pferd war die Teilnahme am CSI Offenburg, an welchem ich zwei Klassierungen über die Höhe von 130/135cm holen durfte. Jedes Pferd, welches in meiner reiterlichen Laufbahn bei mir war, hat mich einen Schritt weiter gebracht an Erfahrung. Ich denke, man benötigt immer das entsprechende Pferd für den weiteren Verlauf.
4. Markenpartnerschaft
Was schätzt du besonders an Equinetree und den Produkten, die du verwendest?
Ich bin glücklich, dass ich die Partnerschaft mit Equinetree eingehen darf. Ich finde es super, dass Equinetree bereits jetzt schon so viele nachhaltige Produkte liefern kann. Es ist unter anderem auch interessant, was man aus Recycling von Äpfeln herstellen kann. Im Moment bin ich mit dem Halfter von Equinetree unterwegs.
5. Ziele & Visionen
Welche Ziele hast du dir für die Zukunft gesetzt, sowohl im Sport als auch als Markenbotschafterin?
Mein Ziel in dieser Saison ist, mich nach einer Unfallpause von sechs Monaten wieder in den gewohnten Kategorien zu finden.