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Team-Interview

Milena Sulzer: Dressur, Harmonie und der Kampf für das Richtige

5 min read

Milena Sulzer entdeckte den Reitsport durch das Voltigieren mit sechs Jahren. Heute ist sie eines der aufstrebenden Dressurtalente der Schweiz, angetrieben von einer Philosophie der Harmonie, natürlicher Bewegung und der festen Überzeugung, dass echtes Reiten bedeutet, mit dem Pferd zu tanzen – nicht gegen es.

1. Karriere & Leidenschaft

Was hat dich dazu inspiriert, mit dem Dressurreiten zu beginnen, und wie hat sich deine Leidenschaft im Laufe der Zeit entwickelt?

Als ich 6 Jahre alt war, habe ich mit dem Voltigieren begonnen und so meine Leidenschaft für Pferde entwickelt. Seit dieser Zeit bin ich fast jeden Tag im Stall gewesen, obwohl ich zuerst noch regelmässig ins Kletter-Training ging. Ich habe mich dann aber für die Pferde entschieden und das Klettern aufgegeben. Bis ich 13 Jahre alt war nahm ich an den Tag der Jugend Dressurprüfungen teil und bin aber auch gleichzeitig sehr gerne gesprungen. Ich habe mich dann für den Dressursport entschieden, als ich im Jahr 2015 mein erstes Dressurpony erhalten habe. Seither ist Dressurreiten meine grosse Leidenschaft, obwohl ich auch jetzt noch gerne mal in die Springstunde gehe – ein bisschen Action muss auch mal sein. Ich denke, vom Dressursport überzeugt haben mich viele tolle Pferd-Reiter-Paare, wenn man diese in Harmonie und Losgelassenheit durch das Viereck tanzen gesehen hat und es so einfach und unaufwändig ausgesehen hat. Das ist die grosse Kunst, auf die ich auch heute noch hinarbeite.

2. Herausforderungen & Erfolge

Könntest du uns von einer besonderen Herausforderung erzählen, die du in deiner Karriere bewältigen musstest, und wie du diese gemeistert hast?

Eine meiner grössten Herausforderungen war und ist mein erstes Grosspferd, Heavenly. Heavenly ist eine Hannoveraner Stute, die mittlerweile 18 Jahre alt ist. Ich habe sie bekommen, als ich 14 Jahre alt war – sie sollte mir den Einstieg in die Junioren-Tour beibringen und erleichtern. Einfacher gesagt als getan. Heavenly war schon immer eine sehr heisse Stute, egal ob im Training oder am Turnier. Im Nachhinein mussten wir einsehen, dass sie in dem Moment, als wir sie gekauft haben, eigentlich viel zu schwierig für mich war. Wir mussten unglaublich viel Zeit in Training und Beritt investieren, sodass ich nach einigen Jahren im Training sehr schöne M-Lektionen zeigen konnte – doch am Turnier war sie wie ein anderes Pferd und wurde so heiss in der Prüfung, dass ich kaum reiten konnte. Das hat lange an mir genagt: zuhause fehlerfreie Prüfungen bis St. Georg reiten zu können und am Turnier auf kaum 60% in einem einfachen M zu kommen. Heavenly haben wir 2022 pensioniert, sie steht aber immer noch top fit bei uns im Stall und geniesst leichte Arbeit. Bis dahin konnte ich mehrere S-Klassierungen sammeln, einfacher wurde sie aber bis heute nicht. Das war eine Zeit, in der ich unglaublich durchbeissen musste und nicht aufgegeben habe. Der grosse Erfolg auf den Turnieren blieb aus – dennoch bin ich sicher, dass ich heute ohne Heavenly nicht da wäre, wo ich jetzt bin. Diese Stute hat mich reiterlich so viel gelehrt wie kein anderes Pferd, und dafür bin ich unglaublich dankbar.

3. Training & Vorbereitung

Wie sieht dein typischer Trainingsalltag aus, und wie bereitest du dich auf Turniere vor?

Bei mir sieht der Trainingsalltag immer unterschiedlich aus, je nachdem was für meine Pferde ansteht. Ich versuche aber das Training immer sehr abwechslungsreich zu gestalten: Neben zwei bis drei Dressurtrainings in der Woche gehören immer Stangengymnastik, zwei Ausritte und Aquatraining dazu. Mein Trainingsalltag verändert sich nicht allzu sehr vor Turnieren. Ich achte aber darauf, die Pferde sehr motiviert zu halten, das bedeutet Ausreiten – und am Tag vor der Abfahrt mache ich gerne Stangenarbeit, da sich meine Pferde dadurch super lösen.

4. Marke & Partnerschaft

Warum hast du dich entschieden, Botschafterin für Equinetree zu sein, und welche Aspekte der Produkte findest du besonders wertvoll?

Ich habe mich für Equinetree entschieden, da ich begeistert vom Konzept des nachhaltigen und veganen Leders bin. Ich war sofort von den Produkten überzeugt und wusste, dass ich ein solches Unternehmen unterstützen möchte. Durch die Tierliebe, die wir alle als Reiterinnen und Reiter teilen, finde ich, dass auch eine Verantwortung gegenüber allen Tieren dazugehört, nicht nur unseren Pferden. Dazu gehört für mich auch das Leder. Ich hoffe, dass ich Equinetree bei den bestehenden und neuen Produkten unterstützen kann, damit der Reitsport so weit wie möglich mit veganem Leder ausgestattet werden kann.

5. Vision & Ziele

Wovon träumst du noch in deiner Dressurkarriere, und welche Rolle spielt Equinetree bei der Erreichung deiner Ziele?

Sportlich träume ich wie so mancher von der Olympiade! Doch wovon ich sogar noch mehr träume, sind nicht die Erfolge, die sich an Ranglisten und Prozentzahlen messen, sondern ein Wandel im Dressursport zurück zur Harmonie, Losgelassenheit und natürlichen Gangarten – weg von Vorderbein-Gestrampel und weggedrückten Rücken und unnatürlichen Aufrichtungen. Darauf arbeite ich mit meinen Pferden hin, und es wäre mein Traum, dass auch alle Richter, Trainer und Reiter dies als Ziel sehen. Einfach gesagt: Ich träume von ehrlichem, fairem und nachhaltigem Reitsport – und freue mich, dass mich Equinetree auf diesem Weg begleitet und unterstützt.

Equinetree | Plant-Based Equestrian Products