Victoria Müller ist seit ihrer frühesten Kindheit vom Springreiten fasziniert. Sie sass stundenlang auf einem Hocker an der Hallenbande und schaute zu, bis sie mit fünfeinhalb Jahren ihre erste Reitstunde nehmen durfte. Als Amateurreiterin hat sie sich mit ihrem selbstausgebildeten Pferd Lomello bis ins internationale 1,40-m- und nationale 1,45-m-Niveau hochgearbeitet. Wir haben Victoria fünf Fragen gestellt.
1. Karriereanfänge & Motivation
Was hat dich ursprünglich am Springreiten fasziniert, und was treibt dich an, dich in diesem anspruchsvollen Sport stetig weiterzuentwickeln?
Seit ich denken kann, war es mein Traum, Springreiterin zu werden. Ich habe stundenlang auf einem Hocker an der Hallenbande gesessen und zugeschaut, bis ich mit fünfeinhalb Jahren endlich meine erste Reitstunde nehmen durfte. Was mich bis heute fasziniert, ist die Harmonie und das gegenseitige Vertrauen zwischen Reiter und Pferd. Genau dieses besondere Zusammenspiel macht den Sport für mich einzigartig. Wichtig ist, das Ziel nie aus den Augen zu verlieren und immer an sich selbst und sein Pferd zu glauben.
2. Training & Strategie
Wie sieht dein Trainingsalltag aus, und welche Rolle spielt die Beziehung zu deinem Pferd bei der Vorbereitung auf Turniere?
Die eine perfekte Strategie gibt es im Reitsport nicht. Jedes Training muss individuell auf das jeweilige Pferd abgestimmt werden. Ein junges Pferd braucht zum Beispiel mehr Training als ein erfahrenes, älteres Pferd. Wenn ein Pferd bereits auf einem gewissen Niveau läuft, sind meiner Meinung nach auch bewusste Springpausen enorm wichtig. Im Winter springen meine Pferde beispielsweise mehrere Wochen gar nicht. Danach beginnen wir wieder mit gymnastizierender Arbeit und bauen das Training Schritt für Schritt auf. Während der Saison geht es dann vor allem darum, die Pferde bei Laune zu halten. Die Beziehung zum Pferd spielt im Reitsport eine entscheidende Rolle. Arbeitest du gegen dein Pferd, mag das eine gewisse Zeit lang gut gehen. Doch wenn du langfristig erfolgreich sein willst, musst du ein Team sein. In kaum einer anderen Sportart ist die Verbindung zwischen zwei Lebewesen so eng.
3. Höhepunkte & Erfahrungen
Welcher Moment im Sattel ist dir bis heute am stärksten in Erinnerung geblieben, und was hast du daraus für dich mitgenommen?
Ein ganz besonderer Moment war die erste 1,45-m-Platzierung mit meinem selbstausgebildeten Pferd Lomello beim Turnier in Stadl-Paura. 2022 bin ich dort mit ihm als Sechsjährigem sein erstes internationales 1,10-m-Springen geritten. Drei Jahre später konnten wir uns, ebenfalls in Stadl-Paura, in seinem ersten 1,45-m-Springen auf dem siebten Rang platzieren. Was ich daraus gelernt habe: Geh deinen eigenen Weg und lass dir von niemandem den Mut nehmen. Im Reitsport gibt es leider oft mehr Neider als echte Freunde. Aber die Freunde, die ehrlich an einen glauben und einen unterstützen, sind dafür umso wertvoller.
4. Markenpartnerschaft
Inwiefern unterstützen dich unsere Produkte im täglichen Training und auf Turnieren, und was macht für dich den Unterschied?
Früher habe ich bei einem Apfel an ein Lebensmittel gedacht, mir war aber nicht bewusst, was daraus alles gemacht werden kann. Ja, richtig: Lederimitat! Als Patrizia mir die Produkte von Equinetree gezeigt hat, war ich wirklich fasziniert von den Möglichkeiten. Ich bin ein Ordnungsfreak und putze mein Reitzeug täglich. Klassisches Leder benötigt dabei sehr viel Pflege: Sattelseife, Fetten und entsprechender Zeitaufwand. Die Produkte von Equinetree machen vieles deutlich unkomplizierter: kurz unters Wasser halten, abtrocknen und fertig. Schneller und praktischer geht es kaum. Ausserdem begeistert mich, dass ständig neue Ideen entwickelt werden und die Produkte kontinuierlich weiter verbessert werden.
5. Ziele & Visionen
Wo siehst du dich in den nächsten Jahren, sportlich und als Markenbotschafterin, und welche Schritte gehst du, um dorthin zu gelangen?
Mein grosser Traum ist es, eines Tages mit Lomello ein 1,50-m-Springen zu reiten. Allerdings hätte ich mir auch die jetzigen Erfolge auf 1,45-m-Niveau vor ein paar Jahren niemals erträumt. Deshalb sage ich immer: Wenn ich das jetzige Niveau halten kann, bin ich bereits überglücklich. Das Wichtigste ist für mich, dass mein Pferd gesund bleibt und weiterhin so für mich kämpft. Gerade als Amateurreiterin habe ich gelernt, dass es im Leben wichtigere Dinge gibt als Erfolg: zum Beispiel schöne Turniere, mit Menschen um sich herum, die an einen glauben, ein gutes Team, Gesundheit und vor allem einfach die Zeit geniessen. Ich bin sehr stolz darauf, Teil von Equinetree zu sein und die Marke als Botschafterin auf meinem Weg repräsentieren zu dürfen.