Hautkontakt ist nicht dekorativ. Halfter und Trensen liegen an den empfindlichsten Zonen Deines Pferdes: Genick, Stirn, Nasenrücken und Backenknochen. Das sind Stellen mit dünner Haut, feinem Fell und einer hohen Dichte an Berührungssensoren. Ist das Material nicht das richtige, zeigt sich genau dort die Reaktion. «Hypoallergen» ist für uns kein Marketingwort, sondern eine direkte Folge davon, woraus Pomatura™ besteht, und woraus eben nicht.
Was wirklich in herkömmlichem Leder steckt
Rund 85 % des weltweiten Leders wird mit Chromsalzen gegerbt. Veterinärmedizin und Humandermatologie weisen seit Langem auf Chromrückstände und Gerbereichemie als Kontaktallergene hin. Bei Pferden können diese Rückstände genau dort eine Kontaktdermatitis auslösen, wo Leder die Haut berührt.
Chrom-VI-Rückstände Sie gelten als bekannter Kontaktsensibilisator und verschwinden keineswegs, sobald das Leder die Gerberei verlassen hat. Spuren bleiben über die gesamte Lebensdauer des Leders darin gebunden. Schweiss und Regen lösen sie wieder heraus und legen sie auf der Haut unter Nasen- oder Stirnriemen ab, wo sie sich Woche für Woche anreichern.
Aldehyde und Azofarbstoffe Beide werden in der Endbearbeitung eingesetzt, um Farbe zu fixieren und das Leder geschmeidig zu halten. Auf warmer, feuchter Haut zerfällt ein Teil davon zu reaktiven Verbindungen, und das Immunsystem des Pferdes reagiert auf diese Chemie, nicht auf das Leder selbst.
Tierische Proteine In echtem Leder sind sie unvermeidbar. Tierhaut besteht zum grössten Teil aus Kollagen, und mikroskopische Spuren überstehen jeden Verarbeitungsschritt. Nach Monaten täglichen Kontakts entwickeln manche Pferde dieselbe Sensibilisierung, die Menschen gegen Wolle oder Federn aufbauen.
Kumulativer Verschleiss Aus diesem Grund treten allergische Reaktionen oft erst spät auf. Frisches Leder schliesst die Gerbereichemie tief in der Narbung ein, doch sobald die Oberfläche weicher wird, lassen Schürfungen und feine Risse die Rückstände wieder zur Kontaktfläche wandern. Reaktionen zeigen sich dann im zweiten Nutzungsjahr und nicht in der ersten Woche.
Warum Pomatura™ anders ist
Pomatura™ ist eine pflanzliche Lederalternative aus Apfelreststoffen (Trester), Bio-Polyurethan und natürlichen Fasern. Kein Chrom, keine tierischen Proteine, keine Aldehydgerbstoffe, kein PVC. Narbung, Griff und Patina ähneln feinem Leder, ohne die Chemie, die allergische Reaktionen auslöst.
Fünf Gründe, warum Pomatura™ hypoallergen ist
Chromfrei Null Cr(III), null Cr(VI). Eine chrombezogene Kontaktallergie ist nicht möglich, weil die Substanz schlicht nicht enthalten ist.
Keine tierischen Proteine Nichts, was das Immunsystem des Pferdes als fremd erkennen kann. Der häufigste Sensibilisierungsweg über Eiweissleder ist geschlossen.
Pflanzliche Zusammensetzung Apfeltresterfasern, gebunden mit Bio-Polyurethan. Das Material ist REACH-konform und für längeren Hautkontakt zertifiziert.
Abwischbare Oberfläche Schweiss, Sonnencreme und Insektenspray laufen ab statt einzudringen. Allergene und Reizstoffe sammeln sich nicht dort an, wo das Material auf das Pferd trifft.
Bio-Schaumpolsterung Weiche Einlagen an Nasenstück und Genick bleiben geschmeidig, ohne die tierischen Weichmacher, die in herkömmlicher Lederpolsterung verbreitet sind.
So erkennst Du eine Kontaktallergie
Tack-bedingte Kontaktallergien werden leicht übersehen, weil die Symptome der Form der Ausrüstung folgen. Achte auf:
Haarverlust entlang von Nasenriemen, Stirnband oder hinter den Ohren
Trockene, schuppige Haut unter dem Genickstück, oft als Schuppen abgetan
Juckreiz oder Kopfreiben nach der Arbeit, auch bei sauberem Tack
Quaddeln, die der Linie von Schnallen, Nähten oder Polsternähten folgen
Bei einem dieser Anzeichen: vier Wochen lang auf nicht-lederne Kontaktmaterialien umsteigen und beobachten, ob es besser wird. Die Haut sagt die Wahrheit.
Wo Du Pomatura™ in unserer Kollektion findest
Jede Kontaktfläche unserer Kollektion ist pflanzlich, von Halftern und Trensen bis zum Sattelgurt, der die aktivste Schweisszone des Pferdes berührt. Das Halter Mela Grooming, die Trense Mela Lenaglia und der Sattelgurt Soft Embrace, unten abgebildet, sind drei Stellen, an denen der Unterschied am deutlichsten spürbar wird. Doch jede Polstereinlage und jede Nahtschicht unserer Kollektion folgt demselben hypoallergenen Prinzip.
Hypoallergen bleibt hypoallergen
Pomatura™ bleibt mit einfacher Pflege dauerhaft hypoallergen: warmes Wasser und eine milde, parfümfreie Seife. Verzichte auf ölbasierte Lederpflegemittel. Diese sind für Eiweissleder formuliert und können das Bio-Polyurethan mit der Zeit angreifen. Sauberes Tack ist freundliches Tack.
Unser Anspruch
Wir fertigen Tack so, wie wir es uns für unsere eigenen Pferde wünschen würden: ohne die verborgene Chemie, die täglichen Kontakt zu täglicher Reizung macht. Jede Polstereinlage, jede Nahtschicht, jede Kontaktfläche ist mit empfindlicher Haut im Sinn gewählt.
Hypoallergen ist kein Feature, das wir hinzufügen. Es ist die Konsequenz jeder einzelnen Materialentscheidung, die wir treffen.
Tack für empfindliche Haut, ohne Kompromisse.
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